Lerntipps: Die 10 besten Tipps für Schüler und Studenten

Mühe den Schulstoff zu lernen? Keine Panik, Du bist nicht alleine. Es gibt tolle Lerntipps, mit denen Du besser lernen kannst.

Du wirst sehen, dass sich Deine Noten schnell verbessern, wenn Du diese 10 Lerntipps befolgst.

Lerntipps: Die 10 besten Tipps für Schüler

Lernen leicht gemacht: Die 10 besten Lerntipps

Nicht lange rumfackeln! Lies die 10 Lerntipps und versuche diese sofort umzusetzen.

Lerntipp 1: Lernzeit planen

Grosse Stoffmengen in kurzer Zeit auswendig zu lernen, bereitet vielen Schülerinnen und Schülern Mühe. Für viele ist dies mit grossem mentalen Stress verbunden. Immer wieder nehmen sich Betroffene vor, früher mit dem Lernen zu beginnen und den Lernstoff in sinnvolle «Portionen» aufzuteilen.

Prüfungstermine sind meistens frühzeitig bekannt. Dementsprechend kannst du an den Tagen davor Lernzeiten planen. Beachte dabei, dass du den gesamten Stoff in sinnvolle Pakete unterteilst. Beachte aber auch, dass die Lernzeit nicht wichtige Freizeitaktivitäten konkurrieren.

Plane daher auch ganz bewusst lernfreie Zeiten ein, damit du dich auf diese freuen kannst und die geplante lernfreie Zeit wirklich fürs Nichtstun verwendest.

Plane mit Hilfe einer Agenda. Notiere darin konkret, welches Kapitel du bearbeiten wirst. Plane zudem genügend Zeit für Repetition und Festigung des Wissens ein.

Wenn Du über keinen Tagesplaner verfügst, kann Du diese Excel-Vorlage kostenlos herunter laden.

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Lerntipp Nr. 2 – Ablenkungen beseitigen

Andauernd wird unsere Aufmerksamkeit durch Push Mitteilungen auf unser Smartphone gelenkt. Dies und weitere äussere Einflüsse wie Musik, Stimmen aus den Räumen nebenan, oder Bewegungen vor dem Fenster können uns vom konzentrierten Lernen ablenken.

Richte dich während deiner Lernzeit an einem Ort ein, an dem du möglichst ungestört bist. Schalte störende Faktoren wie beispielsweise Musik und dein Handy aus. Sorge dafür, dass du bequem sitzen kannst. Wenn du nicht gerade eine Zusammenfassung erstellen musst, kannst du es dir ja auch in einem Lehnstuhl, auf dem Bett oder in einem Sitzsack zum Lernen bequem machen.

Lerntipp Nr. 3 – Lernpause einhalten

Nach 30 bis 45 Minuten lässt die Konzentrationsfähigkeit nach. Damit du nicht wertvolle Zeit mit mentalen Durchhängern verbringst, sollst Du ganz bewusst kurze Lernpausen einzulegen.

Achte darauf, dass diese Pausen nur wenige Minuten dauern. Dein Lernflow soll nicht unnötig lange unterbrochen werden. Das Handy einzuschalten wäre nun keine gute Idee. Rasch würden aus Minuten eine halbe Stunde werden, die du nicht mit der geplanten Lernarbeit verbringen würdest.

An Stelle von Handy solltest du kurz aufstehen, frische Luft in den Raum lassen, etwas Trinken und allenfalls einen Snack zu dir nehmen. Alle diese Massnahmen ermöglichen es dir, dass du dich danach wieder besser auf den Lernstoff konzentrieren kannst. Probier es aus – Du wirst sehen, wie gut Dir solche kleine Pausen tun.

Lerntipp Nr. 4: Visuelle Aufbereitung

Lernen gelingt besser, wenn verschiedene Sinne angesprochen werden. Viele Themen können mit Skizzen oder Bildern ergänzt werden, welche als Assoziationen beim Lernen hilfreich sind. Zur Repetition erstellst du diese Skizzen erneut und ergänzt sie mit den bereits gelernten Informationen aus dem Gedächtnis.

So kannst du unter anderem überprüfen, welche Inhalte du bereits beherrscht und welche du ein weiteres Mal repetieren musst. Bilder mit den wichtigsten Begriffen oder Kurzbeschreibungen eignen sich zudem bestens, um an für dich gut sichtbaren Orten aufgehängt zu werden. So hast du immer wieder beim Vorbeigehen die Möglichkeit diese zu lesen und zu repetieren.

Vokabeln, Fachbegriffe usw. kannst du zudem mit Bildern versehen, die du dir einfach in deinem Kopf dazu vorstellst. Diese «inneren» Bilder werden dir während der Prüfung helfen, den entsprechenden Begriff abzurufen.

Lerntipp Nr. 5: Bewegung!

Das Gehirn lernt besser, wenn du dich, während dem Lernen bewegst. Dies können sehr kleine Bewegungen, wie das Kauen eines Kaugummis, das Bearbeiten eines Kapitels mit Hilfe von Textmarker, das Schreiben von Randnotizen oder einer Zusammenfassung sein.

Erstellst du beim Lernen eine Skizze und beschriftest diese mit Begriffen und Notizen, wird das Gehirn zudem beim Lernen unterstützt (Siehe Tipp Visuelle Aufbereitung).

In den kurzen Lernpausen kannst du Bewegungsübungen einbauen. Bereits Gelerntes lässt sich beim Gehen in der Natur oder, z.B. mit Hilfe einer entsprechenden Audioeinheit beim Sporttreiben repetieren.

Lerntipp Nr. 6: Ziele setzen

Lernen fällt dir leichter, wenn du ein Ziel hast, worauf du hinarbeiten kannst. Setze dir Ziele für deine geplanten Lerneinheiten.

Mögliche Ziele sind:

  • den Lernstoff aus einer Unterrichtseinheit zusammenzufassen
  • Begriffe / Vokabeln in eine Lernform (Lernkärtchen) abfüllen und diese 2x repetieren
  • die Hälfte der vorgegebenen Matheaufgaben lösen

Überlege dir, wie du dich nach Zielerreichung belohnen wirst, z.B. dich zum Gamen im Netz verabreden, eine Serie auf Netflix schauen, mit Freunden abmachen …

Das Erreichen eines gesetzten Lernziels wird dir ein gutes Lerngefühl ermöglichen. Die anschliessende Belohnung kannst du dir mit gutem Gewissen gönnen!

Lerntipp 7: Lernfragen stellen

Die von der Lehrperson vorgegebenen Schwerpunkte oder Lernziele geben an, welche Inhalte gelernt werden müssen. Mache dir bereits während dem Unterricht Notizen zu den Abschnitten, Kapiteln, die die entsprechenden Angaben beinhalten.

Achte darauf, dass du alle geforderten Lerninhalte bearbeitest. Formuliere anhand der Lernziele Lernfragen. Fragen, deren Beantwortung das Erreichen der Lernziele, Schwerpunkte ermöglichen.

Allenfalls hast du, während dem Unterricht Teilthemen besprochen, die nicht in den Lernzielen oder Schwerpunkten enthalten sind. Fasse zur Sicherheit auch diese Themen zusammen und berücksichtige sie ebenfalls bei der Erstellung von Lernfragen.

In einer ersten Repetitionsrunde kannst du die Lernfragen schriftlich beantworten. Damit bewirkst du eine verbesserte Lernleistung (siehe Tipp Bewegung). Vervollständige anschliessend deine Antworten mit Hilfe des Lehrmittels. Benutze das so erarbeitete Lernprodukt dafür, dass du dich von einer anderen Person abfragen lassen kannst (Siehe Tipp Lernpartner). Mit Hilfe der von dir formulierten Antworten kann die abfragende Person deine Ausführungen auf Ihre Richtigkeit überprüfen.

Lerntipp 8: Lerninhalt reduzieren

Die von der Lehrperson vorgegebenen Lernziele oder Lernschwerpunkte geben dir Anhaltspunkte, welche Lerninhalte du schlussendlich können musst. Bearbeite deine Lernunterlagen anhand dieser Angaben.

Leuchtstifte können dir bei der Bearbeitung eines Textes helfen. Setze Leuchtstifte möglichst gezielt und sparsam ein. Sinnvoll ist es z.B. Überschriften, Zentrale Aussagen, bedeutende Begriffe usw. mit einem Leuchtstift hervorzuheben.

Fasse den bearbeiteten Text anschliessend übersichtlich zusammen. Dabei soll sich der zu lernende Inhalt verkleinern – er soll nun auf das Wesentliche reduziert sein. Definieren oder übersetze die gekennzeichneten Begriffe.

Wichtig ist, dass du mit der Zusammenfassung etwas anfangen kannst, dass du die Zusammenhänge verstehst, diese von den Notizen ableiten kannst. Überprüfe anhand der Lernziele, Schwerpunkte, ob deine Zusammenfassung diese vollständig abdeckt.

Lerntipp 9: Konzentration

Während der geplanten Lernzeit musst du dich vollumfänglich auf deine Arbeit konzentrieren können. Das bedingt, dass du wichtige Aufgaben und Termine um deine Lerneinheiten herumplanst, um Gewissheit zu haben, dass du dich im Moment nicht darum kümmern musst.

Wenn dich etwas beschäftigt und dich diese Gedanken vom Lernen abhalten, überlege dir kurz, ob du dieses Problem innerhalb kurzer Zeit lösen kannst. Vielleicht ist es besser, du wendest diese Zeit sofort auf, um dich anschliessend wieder konzentriert deinen Aufgaben widmen zu können.

Lässt sich dein Problem kurzfristig nicht lösen, lege es für die geplante Lernzeit «mental» zur Seite – nimm dir vor, dich im Moment davon nicht ablenken zu lassen. Entferne zudem alles aus deiner Lernumgebung, was dich vom konzentrierten Arbeiten abhalten könnte. (Sieh Tipp 2, Ablenkungen beseitigen).

Lerntipp 10: Lernpartner

Suche dir einen Lernpartner, mit dem du die gelernten Themen repetieren kannst. Idealerweise seid ihr ungefähr gleich stark und habt eine ähnliche Art und Weise, wie ihr das Lernen angeht. Zudem ist es für eure Lernpartnerschaft wichtig, dass eure jeweiligen Agenden es zulassen, gemeinsame Lernzeiten einzuplanen.

Benutzt für das gegenseitige Abfragen eure Zusammenfassungen (Siehe Tipp Lernfragen stellen und Tipp Lerninhalt reduzieren).

Es ist wichtig, dass ihr euch vor der gemeinsamen Lerneinheit individuell vorbereitet. Das gegenseitige Beantworten von Lernfragen soll allfällige Lücken aufzeigen und eventuelle Fragen klären. Danach bleibt vor einer bevorstehenden Prüfung idealerweise noch Zeit für eine letzte Repetition.

An Stelle einer stufengleichen Lernpartnerschaft kann eine gerade zur Verfügung stehende Person die Lernstandsermittlung übernehmen, dies anhand der aufbereiteten Lernfragen oder Zusammenfassung (Siehe Tipp Lernfragen stellen).


Das eigene Lernen analysieren

Es ist sinnvoll die eigenen Lernmethoden immer wieder auf Ihre Tauglichkeit zu hinterfragen. Benötigst du viel Zeit für die Aufbereitung der Lerninhalte? Dass du die geplante Lernzeit nicht effizient nutzt, kann verschiedene Gründe haben.

Vielleicht sind es Pushnachrichten, die dich vom Lernen ablenken, oder es sind andere Störfaktoren, die konzentriertes Lernen verunmöglichen.

Überprüfe anhand der oben aufgeführten 10 Lerntipps, ob du diese bereits beim Lernen berücksichtigst oder du den einen oder anderen Tipp in Zukunft anwenden möchtest.

Diese Massnahmen sollen dich dabei unterstützen, dich mit grösstmöglicher Effizienz auf eine Prüfung vorzubereiten.

Vorgehen

  • Lies die 10 Lerntipps für Schüler und Studenten nochmals durch.
  • Kennzeichne Passagen, die du beim Lernen noch nicht anwendest, die dir jedoch zur Verbesserung deiner Arbeitsfähigkeit sinnvoll erscheinen.
  • Fasse am Schluss alle Massnahmen zusammen, die du in Zukunft beim Lernen anwenden willst.
  • Plane konkret, wie du diese Massnahmen umsetzen wirst: konkretes Planen mit Hilfe einer Agenda, konkretes Planen von Lerneinheiten usw.
  • Setze diese Lernplanung in den nächsten Wochen um.
  • Analysieren nach der daraufhin abgelegten Prüfung den Erfolg der Umsetzung.
  • Plane entsprechend die nächste Lerneinheit.

Viel Erfolg!

Quellen

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